Gutes aus Malterdingen

Der erste Wein, den ich vorstellen möchte, kommt von keinem geringeren als Bernhard Huber (www.weingut-huber.com). Bernhard Huber gilt als der (Spät-)Burgunderkönig von Baden. Aber auch deutschlandweit zählen Hubers Spätburgunder zu dem Besten, was Deutschland bieten kann. In einigen Proben schnitten seineBernhard Huber Malterdinger Spätburgunder 2011 - 1 Top-Gewächse besser ab, als viele burgundische Pinot Noirs, und dass zu einem deutlich besseren Preis.

Zu den Vergleichen mit französischen Burgundern kann das wynäsli nichts sagen, sie kann sich diese nämlich nicht leisten. Außerdem trinkt das wynäsli gerne das, was vor der Haustür wächst. Zu den französischen Burgundern ist es noch nicht vorgedrungen.

Also Anlass genug einen von Hubers Einstiegsweinen das erste Mal zu verkosten, den

„2011er Malterdinger Spätburgunder Rotwein“, Deutscher Qualitätswein, 13,5%, ca. 15-20€

Der Malterdinger Spätburgunder liegt preislich eine Kategorie über dem Gutswein, der ca. 10-15€ kostet. Er stammt aus 12-20 jährigen Rebanlagen. Schon bei diesem Wein wurde der Ertrag reduziert, damit die Trauben, die hängen bleiben dürfen, die bessere Reife erreichen können und mehr Extrakt bringen. Nach der traditionellen Maischegärung (Vergärung des Weines mit den angequetschten Traubenhäuten, in diesem Fall mit 15-20% ganzen Trauben, um die Gärung zu verlangsamen und die Frucht des Weines noch besser zu waren) wurde der Wein in zweit- und drittbelegten Barriques ausgebaut. Sprich, der Wein Bernhard Huber Malterdinger Spätburgunder 2011 - 1sollte nicht „überholzt“ wirken, sondern eine gewisse Frucht waren.

Im Glas zeigt der Wein eine traumhafte Farbe, die immer noch die typische Transparenz eines Spätburgunders mit sich bringt, dennoch kräftig und rubin-lila gesätigt.

Vom Bouquet her zeigt sich der Wein sehr präsent, kräftig und straff, ein kleiner „Überfall“ für die Nase. Wach werden ist angesagt. Etwas Sauerkirschen, rote Johannisbeeren, aber auch ein etwas unangenehmer – wenn auch leichter – Essigcharakter.

Auf der Zunge kräftig, füllig, ja geradezu knackig, schon ein gewisser Gaumenkick. Geschmacklich schon das, was sich in der Nase andeutet (Sauerkirschen, rote Johannisbeeren), allerdings auch hier – für meinen Geschmack – etwas undefiniert. Im Abgang leicht süßlich, mit einem dezenten Abklang von Erdbeeren.

Für einen „Einstiegs“-Wein von unter 20 Euronen (dazu noch von einem sehr bekannten Winzer) ein toller Spannungsbogen im Glas und meiner Meinung nach sein Geld wert.

Hier noch ein kleines Video zum Winzer von 3sat:

Eine Antwort auf „Gutes aus Malterdingen

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